Petra – „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Die rote Felsenstadt Petra ist das beeindruckteste, was mir jemals unter die Augen gekommen ist. Verborgen vor der Welt, erbaut von den Nabatäern und bewohnt von den Nomaden. Kein Wunder also, das Hollywood die mystisch in den Felsen geschlagenen Gebäude und Höhlen als perfekte Filmkulisse nutzte. In den Sik, die enge Schlucht, ging schon Indianer Jones auf die Suche nach dem Heiligen Gral. 

Der Sik windet sich etwa 1.200 Meter lang durch 100 Meter hohe Felswände – es ist einfach unglaublich. Die Felsen scheinen immer enger zusammenzurücken, so dass man fast schon festzustecken glaubt.

Doch nach ein paar weiteren Windungen öffnet sich die Schlucht und gibt die Sicht frei auf eine rötliche Fassade von gut 40 Metern Höhe und fast 30 Metern Breite. Der Besucher steht vor dem Schatzhaus der antiken Stadt Petra, der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit Jordaniens. In der Schlussszene des Films „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ wird der Sik von Petra zur geheimnisvollen „Schlucht des sichelförmigen Mondes“, und das Schatzhaus weist den Weg in die Welt des heiligen Grals – obwohl es sich in Wirklichkeit um eine nach hinten geschlossene Grabkammer handelt.
Die versteckte Stadt
Zweifellos ist jeder, der einmal durch den Sik gelaufen oder geritten ist und plötzlich genau so begeistert wie einst der Schweizer Abenteurer Jean Louis Burckhardt. Dieser hat die verloren geglaubte Hauptstadt der Nabatäer 1812 wieder entdeckt. Der Sik ist der einzige direkte Zugang, alle anderen Wege führen über steile Felshänge oder durch engste Schluchten, die gute Kletterkünste erfordern. Allein diese Lage hat Petra lange Zeit vor Invasoren geschützt.
 
Der arabische Volksstamm der Nabatäer beherrschte vor rund 2.000 Jahren das Gebiet des heutigen Jordaniens sowie Teile der Sinai-Halbinsel, Israels, Syriens und Saudi-Arabiens. Petra entwickelte sich im dritten Jahrhundert vor Christus aus einer Zeltstadt zur blühenden Metropole und blieb dies, bis das Königreich der Nabatäer von den Römern bedroht und im Jahre 106 nach Christus von Kaiser Trajan erobert wurde. Von da an war der Niedergang der Stadt besiegelt. Nach zwei schweren Erdbeben und der Eroberung durch die Araber im Jahre 663 zogen die letzten Bewohner davon.
Plötzlich verschwunden
Die einstige Bedeutung Petras ist nicht zuletzt auf die Bewässerungskunst der Nabatäer zurückzuführen. Durch den Sik verläuft eine in die Felswand gehauene Wasserleitung, und direkt vor dem Eingang zur Schlucht wurde ein Tunnel gegraben, um bei plötzlichen Sturzfluten Wasser abzuleiten und Überschwemmungen zu verhindern. Als Wasserstätte in der Wüste wurde Petra sozusagen zur Auftankstation für Karawanen und damit zum bedeutenden Handelszentrum. 

Mehr Infos unter:

http://de.wikivoyage.org/wiki/Petra

http://www.sueddeutsche.de/reise/petra-in-jordanien-im-felsen-liegt-der-schatz-1.233819

http://www.weltwunder-online.de/neuzeit/petra.htm

http://visitpetra.jo/ContactUs.aspx