Geheimsache „Doping“

Einst hatte Russland das größte Athletenteam bei den Olympischen Winterspielen gestellt – und das ist gar nicht mal so lange her. In Sotchi 2014 nahmen noch 223 Sportler unter russischer Flagge teil. Doch dann flog alles auf. Ein weitverzweigtes Dopingsystem, bei dem russische Behörden Sportlerproben manipuliert haben sollen. Ein Skandal! Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sprach von einem beispiellosen Angriff auf den Sport und sperrte zahlreiche russische Athleten teilweise auf Lebenszeit.

Zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang lies das IOC nur noch 169 Sportler zu. Bis sich nicht der Internationale Sportgerichtshof (CAS) einmischte. Ihnen reichten die Beweise des IOC gegen die russischen Sportler nicht aus. Kurz vor den Spielen erklärte es die Sperren für einige Athleten für ungültig. Aber vergeblich, denn das IOC verweigerte trotzdem die Teilnahme. 47 Sportler klagten erneut gegen die IOC-Haltung und wollten die lebenslange Olympia-Sperre aufgehoben sehen. Sie wollten ihre Teilnahme noch im letzten Moment erzwingen – doch ohne Erfolg.

Die restlichen russischen Sportler durften dennoch in Südkorea dabei sein, aber nur unter neutraler Flagge, ohne Hymne und unter der Bezeichnung „Olympische Athleten aus Russland“. Traurig, aber Fairness geht vor.

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