EM 2012: Prognose

Euro-Peripherieländer favorisiert

Die Vergangenheit zeigt, dass gerade die Südstaaten in Europa zwar auf wirtschaftlicher Ebene versagen, aber offensichtlich Fußball spielen können. Seit 2004 gingen alle internationalen Fußballtitel an die Peripherieländer – die EM 2004 an Griechenland, die WM 2006 an Italien, die EM 2008 und WM 2010 an Spanien.

Bei der Prognose des neuen Europameister nutzen die Deka-Bank-Analysten ein statistisches Modell, das die Wahrscheinlichkeit für die Ausgänge einzelner Spiele in Abhängigkeit von der Spielstärke (siehe Grafik) der Teams und eines möglichen Heimvorteils ermittelt. Grundlage dafür sind die 124 Spiele der letzten vier Europameisterschaften. Zudem fließen sogenannte Elo-Ratings ein, die normlerweise als Wertungssystem im Schach genutzt werden und von der Deka Bank auf Fußball übertragen wurden.

Nun zur Frage, die alle interessiert: Wie stehen die Chancen für die Jogis Jungs? Die Deka Bank hat die durch Modell und Simulation prognostizierten Erfolgswahrscheinlichkeiten aller Teilnehmer sind in einer Grafik zusammengefasst. Neben Spanien und den Niederlanden gehört die deutsche Mannschaft zu den Favoriten. Die geschätzte Titelwahrscheinlichkeit liegt demnach bei knapp 22 Prozent.

Spanien Favorit Nummer 1

Der Topfavorit auf den Europameistertitel ist der amtierende Welt- und Europameister Spanien. Das aktuelle Elo-Rating ist höher als das jeder anderen Mannschaft vor einer der letzten vier Europameisterschaften. Im Halbfinale könnte Spanien den Deka-Berechnungen zufolge auf Deutschland oder die Niederlande treffen. Dass der Titelverteidiger das Endspiel erreicht, wird mit fast 50 Prozent beziffert, die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren EM-Titel schätzen die Analysten auf 33 Prozent.