Köln ist alles für mich

„In Köln gibt es drei Sachen die wichtig sind: Kirche, Sport und Karneval“, sagt einer der einflussreichsten Menschen der Stadt. Kaum einer kennt Köln so gut wie der Fortuna-Präsident Klaus Ulonska. Er liebt die Stadt.

„In Köln kennt man sich und mag man sich“, so sagte es schon Konrad Adenauer. „Wem in Köln langweilig ist, der ist selbst langweilig.“ Er gilt als der Retter der Fortuna. Seit er 2004 den Verein übernommen hat, ging es mit dem Kölschen Kultverein steil bergauf. „Mit etwas Glück könnte man nächsten Jahr den Aufstieg in die dritte Liga schaffen“, sagt Klaus. Sein persönliches Erfolgsrezept ist einfach: „ich verbringe jeden Tag fünf Minuten in der Kirche und mache eine Kerze an. Da ist ein kurzes Wörtchen für die Fortuna immer dabei.“ Klaus beherrscht den Kölschen Klüngel wie kaum ein anderer. „Aber nur für gutes und für andere“, wie er sagt.

Köln ist eine Sportverrückte Stadt. Die Vereine sind das Aushängeschild und haben Köln weltbekannt gemacht. Nur dass der FC gerade zur Lachnummer geworden ist stört Klaus. Er bleibt dennoch optimistisch. „Ritterbach, Spinner und Toni machen das schon, sie ein Glücksfall für den FC“, sagt er. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen funktioniert sehr gut.
Schon früher unter Overath. Ulonska und Overath haben beide bei Kaufhof gearbeitet. Daher kannten sie sich sehr gut. Aber Klaus redet ungerne von Früher. „Bei der Fortuna habe ich nur mit jungen Menschen zu tun, da ist es wichtiger von der Zukunft zu sprechen, als von der Vergangenheit.“ Die Fortuna ist ein Beispiel für die multikulturelle Vielfalt Kölns. „Hier sind insgesamt 30 verschiedene Nationen vertreten und 500 Kinder, denen ein Zuhause gegeben wird.“

Klaus ist nicht nur Fortuna-Präsident, er ist auch die „Mutter des KEC“, wie er liebevoll genannt wird. Seit 35 Jahren ist er Mitglied im Kölner Eishockey-Klub. Als Leichtathletik-Profi mischte er schon früh im Sport, in der Kultur und im Karneval mit. „Zum 150-jährigen Jubiläum des Karnevals durfte ich sogar die Jungfrau sein“, erzählt er. Für Klaus fühlt sich in Köln alles positiv an. „Wenn man Köln so nimmt wie es ist, dann kann man hier nichts falsch machen.“

 

Aus dem Gespräch mit Klaus Ulonska.

Klaus Ulonska (geb. 10. Dezember 1942 in Köln) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Politiker (CDU). Seit 2006 ist er der erste Vorsitzende des Traditionsvereins SC Fortuna Köln.