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Marko Orlović

Kroatien: Sorge um den Tourismus

Wegen der guten epidemiologischen Lage in Kroatien hatte das Adrialand seine Grenzen bereits im Juni wieder für Touristen geöffnet und hohe Besucherzahlen gemeldet. Doch die Zahlen steigen seit einigen Tagen wieder rasant an und bedrohen die wichtigste Einnahmequelle des Landes: den Tourismus. Er macht etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Nachdem Slowenien, Italien, Österreich und Deutschland nun Reisewarnungen ausgesprochen haben, fingen die Urlauber an, das Land zu verlassen und ihre Reservierungen zu stornieren. Touristen aus diesen Ländern machen das Gros der ausländischen Besucher aus. Dabei dauert die Saison normalerweise bis Oktober an. Viele Unternehmen, die auf ausländische Besucher angewiesen sind, trifft das mit voller Härte. Die Aussichten seien düster, sagten viele vor Ort. Dabei sei die Lage entspannt, versichern Barbesitzer an den Stränden der Küstenstadt Split. Es gibt keine Strandpartys, keine Exzesse, es sei idyllisch. Die Infizierten seien eher aus dem Hinterland, an der Küste seien kaum Fälle bekannt. Da viele den September bereits abgehackt haben, hoffen viele, dass sich die Lage in den kommenden Monaten ändert und sie bis nächsten Sommer aushalten können.